Term:Kreta

Kreta ist ein Lebensgefühl

Wer auf die griechische Insel Kreta reist, der darf ein entspanntes Lebensgefühl erwarten. Die Kreter haben ihr Leben darauf ausgerichtet sich Zeit zu nehmen – Zeit nehmen für gutes Essen, für den Wein, zum Plaudern oder um gemeinsam zu musizieren. Spontanität, Großzügigkeit und Aufrichtigkeit sind die drei wichtigsten Eigenschaften der kretischen Bevölkerung. Auf Kreta kann man wieder das leben lernen.

Geographie und Klima

Kreta ist mit ca. 8.261 Quadratkilometern Fläche die südlichste und größte griechische Insel. Mit rund 1.066 Kilometern Küstenlänge ist sie außerdem nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. 2018 verzeichnete die Insel 633.500 Einwohner.

Mit knapp 300 Sonnentagen pro Jahr ist Kreta ein Ganzjahresziel. Bereits Ende März beginnt der Frühling und verwandelt die Insel in ein Blütenmeer. Die niedere Vegetation der auch für Kreta typischen Phrygana-Landschaften bekommt wieder ein saftiges Grün, in der Wildblumen, Kräuter und Sträucher in allen Farben erblühen. Von Juli bis September ist Hochsommer und somit die Urlaubshochsaison für Badeurlaub und Wanderungen im Hochgebirge, in welchem noch bis Juni Schnee liegt. Trotz der hohen Temperaturen herrscht, dank der Insellage, immer ein angenehmer, erfrischender Wind, der die trockene Hitze erträglich werden lässt.

Wirtschaft

Kreta gehört zu den wirtschaftlich entwickeltsten Regionen Griechenlands. Folglich liegt die Arbeitslosenquote hier stets unter dem Landesdurchschnitt. Rund 50% der Kreter sind selbstständig. Etwa 15% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet die Landwirtschaft, 15% die Industrie und 70% der Dienstleistungssektor, insbesondere der Tourismus. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt nur 30% der Bodenfläche. Olivenöl, Oliven, Trauben und Zitrusfrüchte sind neben Gurken, Tomaten und Zucchini die wichtigsten Exportgüter.

Kretas Naturlandschaft

Neben malerischen Hafenorten und sieben historisch bedeutenden Städten, hat Kreta landschaftlich einiges zu bieten: majestätische Bergregionen und tiefe Schluchten , ländlich-ruhige Hochebenen und grüne Flusstäler, versteckte Höhlen und menschenleere Halbinseln, urige Küstendörfer und kleine vorgelagerte Inseln, kilometerlange Sandstrände und abgelegene Felsbuchten zieren die Insel. Außerdem beherrschen vier große Gebirgsketten Kretas Landschaftsbild. In Zentralkreta steigt das gewaltige Ida-Massiv an, wo der mächtige Göttervater Zeus aufgewachsen sein soll. Im Westen bilden die Lefka Ori, die „Weißen Berge“, eine imposante Hochgebirgskulisse. Des Weiteren umgibt das steile Dikti-Gebirge die Hochebene von Lassithi im Osten und die Thripti-Berge bestimmen schließlich den schmalen äußersten Osten Kretas.

Kultur und Geschichte

Auf der griechischen Insel lassen sich zahlreiche Entdeckungen machen, die die Kultur und Geschichte wiederspiegeln: Minoische Paläste und römische Zisternen, venezianische Wassermühlen und byzantinische Fresken, frühchristliche Wohnhöhlen und modrige Eremitenbehausungen, türkische Brunnen und Minarette, verfallene Kastelle und verwitterte Inschriftentafeln. Die über 9000-jährige Geschichte menschlicher Besiedlung auf Kreta zieht sich über mehrere Epochen hindurch und wurde durch eigene minoische und durch fremde Kulturen geprägt. Zahlreiche Besatzer prägten die Architektur, die Kunst, die Menschen und ihre Lebensweise.