Portimão

Die Sardinenhauptstadt

Der Name der 45.000-Einwohner-Stadt leitet sich vom römischen Portus Magnus (Mächtiger Hafen) ab. Die Stadt ist auch heute noch, trotz starker Fischereirückgänge, als die Sardinenhauptstadt bekannt.

Die Geschichte der Stadt ist eng verbunden mit dem Fischfang und der damit zusammenhängenden Industrie (hauptsächlich Sardinen- und Thunfischfang). Im Jahre 1891 wurde die erste Konservenfabrik errichtet, weitere folgten. Das Wachstum beschleunigte sich und so spricht man von den Jahren 1922 – 1924 als von denen der goldenen Periode.

Von 1933 – 1960 kam der wirtschaftliche Niedergang, die Fabriken schlossen und verfielen, die Fischerboote verschwanden und die Bevölkerung reduzierte sich auf die Hälfte. Ab 1985 vermeldete Portimão aber einen Wiederanstieg der Bevölkerung. Der Grund hierfür lag in der Rückkehr von Portugiesen aus den Ex-Kolonien.

Folgen für den Rückgang und der Tourismus als alternativen Wirtschaftszweig

Darüber hinaus hat die aufstrebende Tourismusindustrie dafür gesorgt, dass auch viele Portugiesen aus Frankreich und Deutschland nach Portugal zurückkehrten. Portimão hat zwar noch den größten Fischereihafen an der Algarve, die Fischerei ernährt aber nur noch wenige Menschen. Die Gründe hierfür sind folgende:

  1. Hohe Spritkosten für die Boote
  2. Preise für Meeresfrüchte sinken (etwa 1,00 € bis 1,50 € gibt es für ein Kilo Sardinen)
  3. Zunehmende Konkurrenz aus dem Ausland (weniger Personal und größere Flotte ermöglichen billigeren Fisch). Der Kabeljau, der Fisch für Portugals Bacalhau, wird mittlerweile fast völlig aus Norwegen importiert.

Nur noch 5% der Arbeitsplätze an der Algarve hängen vom Fischfang ab, Tendenz sinkend.

Heute ist der Tourismus wesentlich wichtiger. So wurde 2008 das neue Kreuzfahrtterminal in der Flussmündung des Arade eingeweiht. Außerdem befindet sich ein touristisches Aushängeschild im angrenzenden Stadtbezirk Praia da Rocha.