Schelde

Die Schelde und ihre Nebenflüsse

Der bedeutendste Fluss Belgiens entspringt nördlich des französischen Ortes St. Quentin und mündet im Süden der niederländischen Provinz Zeeland in die Nordsee. Auf ihrer Länge von 370 km fließen diverse Nebenflüsse in die Schelde, so die Haine, die Leie (bei Gent), die Dender (Ort Dendermonde) und die Rupel (Ort Rupelmonde).

Das Problem mit den wandernden Sandbänken

Ab Antwerpen bildet die Schelde zur Nordsee hin eine Trichtermündung mit starkem Gezeiteneinfluss, der bis in die Nebenflüsse spürbar ist. Die heutige Seeschifffahrt bis zum Hafen von Antwerpen leidet unter dem Problem wandernder Sandbänke. Von den beiden Mündungsarmen ist nur noch die westliche Seite (der Hont) befahrbar, der östliche Mündungsarm wurde 1860 gesperrt.

Von der Nordsee kommend, ist der Fluss für Schiffe mit mehr als 2.000 t bis Rupelmonde befahrbar. Schiffe bis 600 t können bis Gent die Schelde nutzen und mit einer Ladung bis 300 t können Schiffe bis Cambrai fahren. Verbunden ist die Schelde mit dem nordfranzösischen Kanalnetz, dem Seekanal Gent-Terneuzen und dem Albertkanal.